Mieten · Vermieten · 2 Min. Lesezeit

1 bis 10 Monate: warum die Mietdauer über dein Mietrecht entscheidet

Wie lange darf eine Saisonmiete auf Mallorca laufen? Was bei elf Monaten und mehr kippt, was das für Kaution und Kündigung heißt und warum die Grenze existiert.

22. August 2026 · MUVAWAY

Auf MUVAWAY läuft jede Miete zwischen einem und zehn Monaten. Diese Obergrenze ist keine Marketing-Entscheidung, sondern ergibt sich aus dem Mietrecht. Hier steht, was dahintersteckt — und warum sie für beide Seiten gut ist.

Die Grenze verläuft nicht bei einer Zahl

Zuerst die ehrliche Einordnung: Das spanische Mietrecht nennt keine Zahl, ab der eine Miete automatisch zur Wohnraummiete wird. Entscheidend ist der Zweck, nicht der Kalender. Eine Miete über vier Monate mit dauerhafter Absicht ist Wohnraummiete; eine über neun Monate mit klarem Projektende ist Saisonmiete.

Aber je länger ein Vertrag läuft, desto schwerer lässt sich argumentieren, dass der Bedarf vorübergehend war. Ab etwa elf, zwölf Monaten kippt die Bewertung in der Praxis. Deshalb ziehen wir die Linie bei zehn — mit Abstand zur Grauzone, nicht direkt daneben.

Was bei Wohnraummiete anders wäre

Landet ein Vertrag im Wohnraummietrecht, ändern sich die Spielregeln grundlegend:

  • Verlängerung. Der Mieter kann den Vertrag über Jahre verlängern, unabhängig davon, was vereinbart war. Bei privaten Eigentümern sind es fünf Jahre, bei Gesellschaften sieben.
  • Kaution. Statt zweier Monatsmieten ist nur eine zulässig.
  • Kündigung. Der Eigentümer kommt nur unter engen Voraussetzungen wieder an die Wohnung.
  • Möblierung und Nebenkosten. Vieles, was bei der Saisonmiete frei vereinbart wird, ist dort geregelt.

Für einen Eigentümer, der die Wohnung im Sommer selbst nutzen will, ist das kein Detail, sondern der Unterschied zwischen Plan und Problem.

Was die Untergrenze soll

Nach unten liegt die Grenze bei einem Monat. Darunter beginnt der Bereich, den das Tourismusgesetz erfasst — Nächte, Wochen, Urlaubsaufenthalte. Dafür braucht es eine ETV-Lizenz, und die vermitteln wir nicht.

Ein Monat ist damit die kürzeste Zeit, in der jemand nicht Urlaub macht, sondern hier lebt.

Was das praktisch heißt

Für Mieter: Du kannst einen Monat buchen oder zehn, und in beiden Fällen gilt derselbe Vertragstyp. Die Kaution beträgt zwei Monatsmieten, der Vertrag hat ein festes Ende, und eine Verlängerung ist eine neue Vereinbarung — kein Automatismus.

Für Eigentümer: Du weißt, wann die Wohnung wieder frei ist. Das ist der ganze Punkt an der Saisonmiete. Wer länger als zehn Monate am Stück vermieten will, ist bei der Langzeitmiete besser aufgehoben — mit allem, was dazugehört.

Und wenn jemand länger bleiben will?

Das kommt vor, und es ist lösbar. Ein neuer Zeitraum braucht einen neuen Anlass und einen neuen Vertrag. Was nicht geht, ist stillschweigendes Weiterlaufen: Genau daraus entsteht die Unklarheit, die beide Seiten vermeiden wollten.

Allgemeine Information, keine Rechtsberatung — für deinen konkreten Fall zählt die Prüfung im Einzelfall.